DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR
NEUROWISSENSCHAFTLICHE BEGUTACHTUNG e.V.

AKTUELLE VERANSTALTUNGEN

04. - 06.07.2019 | Tagungszentrum Schloss Reisensburg, Bgm.-Johann-Müller-Straße 1, 89312 Günzburg
Intensivseminar Medizinische Begutachtung, Seminarblock 1 in 2019, Günzburg
28.05.2019 | Schlossparkklinik Berlin, Cafeteria
Neue Leitlinie Allgemeine Grundlagen der medizinischen Begutachtung
19.06.2019 | Hörsaal der Rechtsmedizin der Uni Frankfurt
Wirbelsäulenverletzungen
27.08.2019 | Schlossparkklinik Berlin, Cafeteria
Indikation, Möglichkeiten und Grenzen der Beschwerdenvalidierung
09.10.2019 | Handwerkskammer Hamburg, Holstenwall 12, 20355 Hamburg
1. Sitzung des Arbeitskreises Nord (Thema: Gutachten in der neurologischen Arzthaftpflicht)

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Aktuelles

Nachruf Prof. Dr. med. Klaus Kunze


 

 

Am 2.1.2019 verstarb Klaus Kunze in Hamburg. Er war von 1981-1999 Direktor und Ordinarius der Neurologischen Universitäts­klinik Hamburg-Eppendorf. Bekannt war er auch als erfahrener Gutachter und beteiligte sich im Standardwerk zur neurologi­schen Begutachtung, das damals unser Ehrenmitglied Prof. Suchenwirth mit ihm und mit O.E. Krasney herausgab.

Leidenschaftlich analysierte er neurologische Symptome und strebte immer nach Präzision und Quantifizierung, waren es Entladungsraten motorischer Einheiten oder die "quality of life" oder die Funktionsstörungen nach ZNS-Schädigung. Von seinen Mitarbeitern forderte er stets eine eigene ärztliche Auffassung vom Krankheitsgeschehen und er führte viele in die Begutachtung ein. Bescheiden im eigenen Auftreten, empfahl Kunze, bei Meinungsverschiedenheiten erstmal davon auszugehen, dass der Andere mindestens so klug ist wie man selbst und auch Recht haben könnte - zumindest bis genügend Informationen vorliegen. Hier zeigte sich einige Erfahrung als Gutachter.

Seinem breiten Interesse von Intensivmedizin bis Schlaganfallerkrankungen, von Nerven- und Muskelerkrankungen verdanken viele Ärzte die Ausbildung in der ganzen Breite des Faches. Der Graffitti-Text: "Denken ist wie googeln, nur krasser" hätte ihm große Freude bereitet - leider können wir darüber nicht mehr gemeinsam lachen. Ganz sicher haben ihn viele seiner Patienten, denen er erkennbar nahe stand, nicht vergessen.

Klaus Kunze starb 2 Jahre nach dem Tod seiner Frau Anna, die ihm stets zur Seite stand. Er hinterlässt 2 Töchter: Alexandra ist Leitende Oberärztin in einer Hamburger Klinik für Neurologie und Kerstin ist als Professorin für Theoretische Physik derzeit in Spanien tätig.

Mehr Informationen finden Sie unter: www.dgn.org

Autor:

Prof. Dr. med. Hans-Christian Hansen,  Hamburg / Neumünster 

Chefarzt der Klinik für Neurologie im Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster,

  1. Vorsitzender DGNB, Sprecher der DIVI-Sektion Koma und Bewusstseinsstörungen

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Fahreignung bei Hirngefäßerkrankungen

Die Gesellschaften DGNB, DGN, DGNC, DGNR, DSG und GNP haben ein Positionspapier zur Fahreigung bei Hirngefäßerkrankungen verfasst, welches die Risiken bei Hirngefäßerkrankungen dezidiert aufarbeitet unter Zuhilfenahme der aktuellen Literatur.

Das Positionspapier soll die BASt-Leitlinien zur Kraftfahreignung ergänzen.

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Über uns

Die Deutsche Gesellschaft für Neurowissenschaftliche Begutachtung e. V. (DGNB) ist die größte deutschsprachige Gutachter-Vereinigung mit interdisziplinärem Bezug auf die Fächer Neurochirurgie, Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie. Die Gesellschaft hat derzeit 700 Mitglieder, rund 200 davon sind zertifizierte Gutachter der DGNB.

Sie verbindet Gutachter, die auf der einen Seite nach Maßstäben der evidenzbasierten Wissenschaft begutachten. Auf der anderen Seite unterwirft sie sich der juristischen Beweisregeln, die der Gesetzgeber vorgibt.

Um dies zu gewährleisten, ist die DGNB frei von wirtschaftlichen Eigeninteressen und ohne wirtschaftliche Interessenkonflikte.

Neben der Erstellung von Gutachten nach wissenschaftlichen Kriterien fühlt sich die DGNB der Qualität von Aus-, Fort- und Weiterbildung verpflichtet. Die DGNB arbeitet aktiv in Gremien für Erstellung und Aktualisierung von wissenschaftlichen evidenzbasierten Leitlinien zur Begutachtung. Protagonisten der DGNB sind bislang an allen Leitlinien, die sich mit neurowissenschaftlichen Themen befassen, aktiv beteiligt.

Curricula der Gutachterausbildung, nicht nur für neurowissenschaftliche Gutachter, sondern auch für die medizinische Gutachterausbildung insgesamt, entstammen maßgeblich von der DGNB erarbeiteten Vorgaben.

 

 

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