Was ist ein neuropathischer Schmerz?

09.09. - 09.03.2020 | Hörsaal der Rechtsmedizin der Uni Frankfurt

Können Fragebögen die Diagnose sichern? -  Kritische Bewertung aus gutachtlicher Sicht.

In der neurologischen Begutachtung ist "Schmerz" ein zentrales Thema, insbesondere, wenn der Schmerz als "neuropathisch" klassifiziert wurde, in seiner extremsten Ausprägung als komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS).

Neuropathische Schmerzen zeichnen sich häufig dadurch aus, dass die organpathologisch fassbaren Befunde nur gering ausgeprägt sein können, und kaum von psychogenen Beschwerden abzugrenzen - in der Begutachtung als "Beschwerdehaltung" ein häufiges Phänomen.

Der Gutachter steht aber vor dem Problem, den Probanden den Schmerz nicht einfach nur "glauben" zu können, sondern er muss nach Kriterien suchen, nach denen der Schmerz mit der im jeweiligen Rechtsgebiet erforderlichen Wahrscheinlichkeit als "bewiesen" angesehen werden kann.

Die Referentin, Frau PD Dr. Tanja Schlereth, Wiesbaden, befasst sich seit vielen Jahren sehr intensiv mit dem Thema. Daher ist sie auch die federführende Autorin der aktuellen AWMF-Leitlinie Diagnose und nicht interventionelle Therapie neuropathischer Schmerzen.

Es ist uns eine große Freude, sie als Referentin gewonnen zu haben.

Informationen unter:
Veranstaltungsort:
Kennedyallee 104, 60596 Frankfurt